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"Das Weltall wird der Menschheit keine Träne nachweinen." (Albert Einstein)
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Die Sternengruppe Algol besteht aus drei Sternen - einem Stern der Spektralklasse A (Blauer Stern), einem Stern der Klasse B (Roter Riese), einem Stern der Klasse C (Gelber Stern) - und befindet sich 93 Lichtjahre (ist 93 nicht der Schlachtruf von Thelema – dem wahren oder freien Willen?) von der Erde entfernt im Sternbild Perseus, im Radix betrachtet bei 26° im Tierkreiszeichen Stier. Die beiden helleren Sterne der Klasse A und B umkreisen sich gegenseitig, und von der Erde aus betrachtet steht abwechselnd einer vor dem anderen, daher wird Algol auch als bedeckungsveränderlicher Stern bezeichnet.
Das bedeutet für den Beobachter vom Standpunkt Erde aus, Algol verändert in regelmäßigen Abständen seine Helligkeit. Der dunklere Stern (A) umkreist innerhalb ca. 69 Stunden den helleren Stern (B), wobei er diesen jeweils für einige Stunden verdeckt. Dieser Vorgang ist wahrnehmbar wie der langsame Lidschlag eines Auges. Der dritte im Bunde benötigt für einen Umlauf 1,86 Jahre, seine Existenz ist nur mittels entsprechender Technik wahrnehmbar, er wirkt sich auf die Helligkeitsveränderung nicht derartig sichtbar aus wie seine auf die Erde herab blinzelnden Begleiter.
Schon in frühen Zeiten war dieses Phänomen bekannt, und es hieß im Volksglauben, der helle Glanz bedeute in bestimmten Konstellationen mit unseren Planeten Unglück und viele Tote, der mattere Glanz dagegen galt als Zeichen des Glücks. In der klassischen Astrologie, sofern überhaupt berücksichtigt, herrschen widersprüchliche Meinungen zu den Einflüssen Algols vor, die wir hier unbeachtet lassen, da sie sehr pauschal gehalten sind und i.d.R. vom jeweiligen religiösen Weltbild und wissenschaftlichen Standard geprägt sind, wie uns später im Text durch die unterschiedlichen Namensgebungen und auch im Buch Liber ALgol deutlich vor Augen geführt wird. Wir wollen hier weniger diese, in der einschlägigen Literatur nachzulesenden Meinungen einander gegenüberstellen, als vielmehr auf das Wesen Algols eingehen, und wenden uns daher dem Astrologen zu, der die Rolle der Fixsterne praktisch und aus eben dieser Sicht erforscht hat, sowie einem Buch, das ganz aus Sicht des Wirkens Algols geschrieben ist: Johannes Vehlow und dem Liber ALgol von Kurt Krause und Michela Megna.
Nach Johannes Vehlow findet sich bei vielen Massenmördern Algol im Horoskop in Konjunktion mit Mars. Insbesondere sexuelle Gewaltaspekte finden sich bei einer Konjunktion Algols mit Neptun. Auf extreme Gewalttätigkeit, Rohheit und Trunksucht weist Sonne in Konjunktion hin. Wie auch die arabische Bezeichnung Al Ghoul (= Geist des Bösen, Dämon) andeutet, herrscht in solchen Fällen eine starke Aufnahmefähigkeit für niedere astrale Einflüsse. Als sehr kritisch erweist sich Algol in Konjunktion zum Aszendenten – hier finden wir lt. Vehlow eine besonderes heftige Gewalttätigkeit vor, aber auch eine große Sinnlichkeit, die, ungebändigt und unerfüllt, den Gewalt- und Grausamkeitsaspekt unterstützt, sowohl gegen andere wie auch gegen sich selbst. Zugleich finden wir in der Differenzierung ungebändigt und unerfüllt aber auch einen ersten Hinweis auf Algols höhere Schwingung.
In einigen Mythen wird Algol mit Typhon gleichgesetzt – dem ungebändigten Tier. Weitere Bezeichnungen sind Ri'B al Ohill (arabisch, Dämonenkopf), Rosh ha Sitan (hebr. Kopf des Satan oder Lilith), oder auch Auge der Medusa. Letzteres entspricht dem Eindruck des blinzelnden Auges, den der Beobachter bei Algol hat und führt uns zur Medusa der griechischen Mythologie, deren Blick als unweigerlich versteinernd galt und die schließlich von Perseus (in diesem Sternbild befindet sich Algol – der Kopf der Medusa) besiegt wurde, indem er sie durch einen Spiegel ansah. statt ihr direkt ins Auge zu blicken. Nur so konnte er sie enthaupten.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Bemerkung Crowleys über Aiwass, die Kurt Krause und Michela Megna auffiel. Crowley beschreibt in seinem Tagebuch, wie er Aiwass während des Diktats des Liber AL wahrgenommen hat u.a folgendermaßen: „... die Augen waren verschleiert, damit ihr starrer Blick nicht zerstörte, was sie sahen ...“
Wie wir bereits anhand Vehlows Forschungsergebnissen festgestellt haben, führen bestimmte astrologische Konstellationen Algols zwar offensichtlich zu maßloser, roher Gewalt, es gibt aber auch höhere Aspekte, wie wir sie, wenig erwähnt, aber doch deutlich, als hohe magische Schwingungen erkennen können.
Fassen wir zusammen: Für schwache und lose Charaktere ohne Kenntnis und Beherrschung der unteren Grade der Magie kann Algol ein Unheil verheißendes Dämonium in alle Richtungen bedeuten. Andererseits führt Algol in höchste mentale Ebenen, womit eine Evolutionsverfeinerung bewirkt werden kann, doch Algols hochgeistige Schwingungen können nur von entsprechend veranlagten Menschen aufgenommen und verarbeitet werden, die die niederen Aspekte integriert und überwunden haben. Dann allerdings ist tiefes, archetypisches Wissen möglich, sofern nicht andere Einflüsse dagegen wirken und Mensch sich über diese erheben kann.
Yara (c) 2006 |
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